Klangkunst

 

Die Liebe zur freien Musik, dem Handwerk und dem Instrumentenbau führte mich zur Klangkunst, die ich seit 2018 im Masterstudiengang Freie Kunst an der HBK Saar studiere.

Die Arbeit in diesem Bereich bietet mir nicht nur die Möglichkeit als improvisierender Musiker an Klängen, im Sinne eines erweiterten Musikbegriffs, zu forschen, sondern auch die Möglichkeit als Beckenschmied die Grenzen des Machbaren um Neues zu erweitern und die Qualität meiner Instrumente in installativen Zusammenhängen zu entdecken. 

Hier dargestellt sind einige meiner vergangenen Arbeiten.

 

DER KOMIKER (02.2019)

 

 

 Der Komiker entstand aus dem Drang heraus, aus meinem Ausgangsmaterial für Becken, eine Klanginstallation zu entwickeln,

deren Bildsprache nichts mit der eines Becken zu tun hat. So entwickelte sich, nach ausdauernder Forschungsarbeit, diese, sich bewegende, klingende Bronzeskulptur.

Der  Klang wird dabei nur sehr zart durch einen Transduktor initiiert. Der eigentliche Klang der Installation besteht im perkussiven "atmen" der Bronze,

welches durch die Bewegung des Blechs zustande kommt. Die Bewertung selbst wird durch einen Elektromagnet bewerkstelligt.

So entstehen durch die variierenden Spannungen den Körpers leichte Glissandi, die mal unheimlich, mal leicht schmunzelt wirken.

Eine Videodokumentation dieser Arbeit ist unter folgendem Link verfügbar: https://youtu.be/o1f3FbBlyqA

 

 

 

SCHWUNGBUMM (06.2017)

 

Die Installation SCHWUNGBUMM entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Klangkunstmuseum KLANKENBOOS im Belgischen Neerpelt. 

Dort wird die Arbeit noch bis 2021 zu sehen sein.

 

  

SCHWUNGBUMM ist eine Erweiterung der großen Tauschaukel auf dem Scoutsrally Spielplatz in Neerpelt. Die Bewegung der Schaukel wird umgelenkt, 

um den selbstgeschmiedeten, 1 Meter großen Stahlgong anzuspielen.  

Dabei ist nicht die Intensität, sondern der Rhythmus des Schaukelns entscheidend, ob und wie der Gong klingt. 

Ein musikalisches Spielzeug, das einiges an Geschick erfordert. Wer die Kinder beobachtet, der kann einiges lernen, oder es selbst versuchen.

 

 

 

TIEFDRUCK (12.2017)

 

  

 Bei dieser Installation, die ich so oder so ähnlich schon mehrfach ausstellen durfte, handelt es sich um einen ersten Erfolg in Sachen selbstspielender Gongs.

Dabei ist auf der Rückseite des Gongs ein Schwingungserzeuger (Transduktor) angebracht, der elektronisch angeregt wird und so den Gong in Schwingung versetzt.

Ähnlich wie ein Lautsprecher, dessen Membran eben der Gong ist . . . Bei der hier dokumentierten Ausstellung in der Galerie der HbK Saar 2017

beschränkte ich mich auf die tiefsten Frequenzen der Eigenschwingung des Gongs.

Das Resultat ist eine, den gesamten Raum füllende, subbassig wabernde Klangfläche, die man, je näher man kommt zunehmend stärker im Bauch als im Ohr wahrnimmt.